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Die Verbindung in Marburg. Das Marburger Schloss und das Nibelungenhaus in historischer Aufnahme.

 

Wissenswertes über uns

Wir sind eine Studentenverbindung in Marburg, welche allen Studenten der Philipps-Universität Marburg offen steht. Wichtigster Grundsatz unserer Verbindung ist die lebenslange Freundschaft ihrer Mitglieder. Während der Studienzeit bieten wir eine Alternative zur anonymen Massen-Hochschule: Wir ermöglichen unseren Mitgliedern (»Bundesbrüder«) während der Studienzeit Orientierungshilfe, Geselligkeit und Gedankenaustausch mit Bundesbrüdern anderer Studiengänge und Semestern sowie mit den im Berufsleben stehenden »Alten Herren«.
Hier treffen sich die studierenden Bundesbrüder, um »auf dem Haus« gemeinsam zu lernen oder an Veranstaltungen teilzunehmen. (z.B. Vorträge, Ausflüge, Bälle, Parties, etc.)

Die Pflicht zur Mitarbeit in der Verbindung erfordert und fördert Persönlichkeitswerte, welche die heutigen Universitäten kaum mehr vermitteln, welche aber für das spätere Berufsleben von großer Bedeutung sind: sachliches Denken, Organisationsfähigkeit, Führungseigenschaften, Verantwortungsbewusstsein, Zivilcourage und Gemeinschaftssinn. Doch bei all diesen richtigen und wichtigen Werten und Motiven wollen wir, dass auch eins nicht zu kurz kommt: Der Spaß...

Die Landsmannschaft Nibelungia ist eine farbentragende Verbindung mit den Farben Blau-Gold-Schwarz. Diese Farben werden in Band und Mütze getragen.

Außerdem sind wir eine pflichtschlagende Verbindung, d.h. unsere studierenden Bundesbrüder fechten während ihrer Studienzeit mindestens zwei Mensuren.

Unsere Verbindung gehört einem Dachverband, dem Coburger Convent, an. In diesem sind etwa 100 Verbindungen zusammengeschlossen. Einmal im Jahr - zu Pfingsten - halten wir unser Verbandstreffen in Coburg ab. (wo sonst?) Darüber hinaus bestehen vielfältige Kontakte von Verbindungen des Coburger Convents. Damit stehen unseren Mitgliedern auch Kontakte zu anderen Hochschulorten und den dortigen Studiengängen offen.

Füxe, Burschen und Alten Herren

Ein neu aufgenommenes Mitglied durchläuft zunächst eine Probezeit als »Fux«. Sie dient dem gegenseitigen Kennen lernen bis zur Entscheidung über endgültige Zugehörigkeit als »Bursch« nach etwa zwei Semestern. Vom Burschen wird erwartet, dass er sich für die Verbindung engagiert, indem er Aufgaben übernimmt und verantwortlich an der Gestaltung des Bundeslebens mitwirkt. Später, wenn das Examen näher rückt, treten die übernommenen Pflichten gegenüber dem Studienabschluss zurück.

Das Bundesleben folgt demokratischen Regeln. Die Aktiven (Füxe und Burschen) bilden den »Convent« (die Mitgliederversammlung), wählen die »Chargen« (den Vorstand) und bestimmen das tägliche »Bundesleben« der Verbindung.

Nach Beendigung des Studiums wird man »Alter Herr«. Die Alten Herren fördern das Verbindungsleben und die jungen Bundesbrüder vor allem durch ihre berufliche Erfahrung.

Geschichte
Nibelungia wurde am 15.12. 1879 als »Naturwissenschaftlich-Medizinischer Verein« aus der Taufe gehoben. Dieser war der Vorläufer der heutigen Landsmannschaft Nibelungia. Bis zum Ersten Weltkrieg konnten nur Naturwissenschaftler und Mediziner als Mitglieder aufgenommen werden. Der junge Bund wuchs rasch, und so wurde schon bald eine sichtbare Repräsentation nach außen hin dringlich.

Schon ab 1899 wurden daher die Farben Blau-Gold-Schwarz ein gewohnter Anblick in der Stadt Marburg. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Verein in eine Landsmannschaft umgewandelt, der Eintritt in den Dachverband der Landsmannschaften - die Deutsche Landsmannschaft – erfolgte 1923. Die 20er und frühen 30er Jahre waren eine sehr erfolgreiche Zeit für die Nibelungia. Höhepunkt dieser Zeit war zweifelsfrei das Jahr 1927, als das Haus am Hainweg 20 eingeweiht wurde.

Diese Blütezeit fand mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ihr jähes Ende. Da die Studentenverbindungen aus ideologischen Gründen vom NS-Regime verfolgt wurden, musste Nibelungia als letzte Marburger Korporation 1936 ihre Fahnen einholen und ihre Farben streichen. Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches riefen bereits 1947 die alten Bundesbrüder die Landsmannschaft Nibelungia ins Leben. Heute besteht die Landsmannschaft Nibelungia aus ca. 220 alten Herren und ca. 35 Aktiven. Ab Juli 2003 hatte sie das Präsidium des Coburger Conventes, dem Dachverband der Turner- und Landsmannschaften für ein Jahr inne.


Farben, Wappen, Zirkel
Wir sind eine farbentragende und pflichtschlagende Verbindung. „Farbentragend“ bedeutet, dass unsere Mitglieder zu bestimmten Anlässen, wie gemeinsame Veranstaltungen auf dem eigenen Haus oder bei anderen Verbindungen, ein Band in unseren Bundesfarben Blau-Gold-Schwarz tragen. Band und Mütze sind die traditionellen Symbole der Verbindungen seit Jahrhunderten.

Unser Wappen ist geviert mit silbernem Herzschild.
In der rechten, oberen Feldung: zweifach links geschrägt in den Bundesfarben.

In der linken, oberen Feldung: in Rot ein silberner Ritter mit Fahne und Hessenschild auf einem nach rechts springendem silbernen Ross (Wappen der Universitätsstadt Marburg).
In der rechten, unteren Feldung: in Silber ein natürlicher Ehrenkranz mit der Inschrift “XV. Dezem. 1879” (dem Stiftungstag).
In der linken, unteren Feldung: in Blau ein goldener Äskulapstab.
Herzschild: in Silber der Zirkel
Helmzier: drei Straußenfeldern in Bundesfarben
Decke: blau-gold, schwarz, gold

Ein Zirkel ist stets eine monogrammartige Verschlingung von Buchstaben. Anders als die studentischen Wappen dienten die Zirkel tatsächlich als Erkennungszeichen. Der Begriff »Zirkel« bezeichnete anfänglich nicht das Zeichen, sondern die Personengruppe, die sich dieses gemeinsamen Zeichens bediente. Der Begriff »Zirkel« leitet sich ab von lat. circulus, Kreis.

Da wir eine schlagende Verbindung sind, verlangen wir von unseren Mitgliedern, mindestens zwei Partien (die so genannten »Pflichtpartien«) zu fechten.
Diese Art des Fechtens – das studentische Fechten – ist eine alte Tradition, die eng mit der Geschichte und Entstehung der Universitäten verbunden ist.
Das studentische Hiebfechten entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte ständig weiter, bis es zu den Mensuren der heutigen Zeit ausgereift war, die wir in dieser Form pflegen.
Wir sehen in dem Prinzip einer schlagenden Verbindung mehrere Vorteile (sonst würden wir es nicht machen):
Da wir den Anspruch haben, mehr als nur ein geselliger Verein für einen kurzen Abschnitt im Leben unserer Bundesbrüder zu sein, verlangen wir von jedem unserer Mitglieder, dass es mindestens zwei Partien absolviert. Damit beweist der Einzelne der Gemeinschaft, dass er als vollwertiges Mitglied des Bundes seine Rechte und Pflichten wahrnehmen will und wahrnehmen kann. Dadurch entsteht ein Band innerer Verbundenheit zwischen unseren Bundesbrüdern, das weit über die unverbindliche Mitgliedschaft in anderen Vereinigungen hinausgeht.
Die Mensur stellt zudem für jeden eine persönliche Herausforderung dar, der er sich stellen muss. Somit schweißen wir unsere Mitglieder nicht nur untereinander zusammen, sondern erweitern gleichzeitig noch ihren Erfahrungshorizont. Weiterhin festigt das Bestehen und Überwinden der Ausnahmesituation »Mensur« die Persönlichkeit und übt ein in Selbstkontrolle, einer im heutigen Wirtschaftsleben besonders geforderten Charaktereigenschaft.
Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bei allem Ernst der diesem Thema angemessen ist, das Fechten auch eine Menge Spaß macht. Und billiger und weit ungefährlicher als Bungeejumping oder Fallschirmspringen ist es auch.

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L! Nibelungia

Hainweg 20
35037 Marburg
Telefon: 06421-65 210